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Unsere Sonne
...ist auch nur ein Stern - und was für einer...! 

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Credit: Nasa/SDO 

Wow - was für ein Spektakel auf unserer Sonne

 

Am 4. Februar 2026 hat das Solar Dynamics Observatory der NASA einen gewaltigen Sonnensturm in dieser spektakulären Aufnahme festgehalten - zu sehen als heller Blitz im oberen Bildzentrum.

 

Die Instrumente der SDO Raumsonde können für unser Auge unsichtbare Wellenlängen im extrem ultravioletten Licht erfassen und so das einige Millionen Grad heiße Material in Sonnenstürmen hervorheben, das hier blau und rot eingefärbt ist. Solche Sonnenstürme, in denen die Sonne Plasma ins Weltall hinausschleudert, werden als CME - Coronale Massenauswürfe bezeichnet. Solch ein Auswurf breitet sich mit Geschwindigkeiten von 250 bis über 3000km/s von der Sonne aus.

Sind diese Auswürfe erdgerichtet, erreicht solch ein Sonnensturm energiegeladener Teilchen innerhalb von 15 Stunden, bis hin zu 2-3 Tagen, das Magnetfeld unserer Erde. Die Moleküle werden über unser Magnetfeld zu den Polen abgeleitet und reagieren dort in unterschiedlichsten Farbkompositionen je nach Molekülart - für unser Auge werden sie nun als Polarlichter sichtbar. Sehr starke Sonnenstürme mit G4 Intensität lassen den Nachthimmel dann auch über uns in Deutschland bis hin in den Alpenraum aufleuchten. Erdgerichtete G5 Auswürfe sind global zu beobachten. 

Welche Geheimnisse verbirgt die Sonne?
Hier erfahrt ihr mehr über den Stern, der uns am nächsten ist

Danke an die Forschungsstelle Historische Bildmedien an der Universität Würzburg für die Bereitstellung der Bildaufnahmen

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Sonnenflecken

 

Eine imposante Fleckengruppe

aus den 1957 / 1958 Jahren.

Ein Dia aus der Reihe "Gestirne I"

für den damaligen schulischen Astronomie Unterricht.         

Ein wahrlich historisches  Bilddokument einer bis heute  unerreichten Intensität der Sonnenflecken in einem Sonnenzyklus. 

Der runde Kreis neben den Sonnenflecken zeigt den Maßstab unserer Erde und verdeutlicht die unfassbaren Größenverhältnisse.

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Die Aufnahme ist ein Zeugnis vom

19. Sonnenzyklus, der 10,5 Jahre von

April 1954 bis Oktober 1964 dauerte.

 

 

Der erste Zyklus wurde im Jahr 1755 festgelegt, mit Beginn der ersten umfassenden Aufzeichnung der Sonnenfleckenaktivität.

Der 19. Zyklus war der Aktivste seit Beginn der Aufzeichnungen, wobei in den 1957 / 1958 Jahren das größte Maximum an gemittelten Sonnenflecken erreicht wurde.

 

Im März 1958 wurde mit 285 beobachteten Sonnenflecken die höchste jemals gemessene Anzahl erreicht und wurde bis zum heutigen Tag nicht übertroffen.

Credit: Forschungsstelle Historische Bildmedien Würzburg (FHBW))

Zwei weitere Lichtbilder der Sonne zeigen im Abstand von 1 Tag die Wanderung der Sonnenflecken im 19. Sonnenzyklus von links nach rechts, dokumentiert dies doch die Drehung der Sonne um ihre eigene Achse entgegen des Uhrzeigersinns.

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Sonne 08.11.1956  

im continuum - sichtbaren Licht 

Sonne 09.11.1956  

im continuum - sichtbaren Licht 

Credit: Forschungsstelle Historische Bildmedien Würzburg (FHBW))

Der Sonnenzyklus

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Index der Sonnenzyklen.

Die periiodisch auftretenden zyklischen Minima bis Maxima der Sonnenflecken Anzahl haben eine Zeitspanne von rund 11 Jahren. Ein gesamzer Zyklus dauert 22 Jahre. Markiert sind in der Grafik einige der wichtigsten Weltraumwetter-Ereignisse seit Beginn der Aufzeichnungen 1755, dem 1. Zyklus bis zum heutigen 25. Zyklus.

Credit: GFZ Potsdam (data) / DLR (editing)

Solares Minimum und Maximum im Vergleich

Sonne 09. September 2019

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Credit: NASA/SDO

Sonne 09. August 2024

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Credit: NASA/SDO

Die Sonnenstürme

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Eine Aufzeichnung der Solaren Indexe der Sonnenaktivität der 3 jüngsten zyklischen Sonnenfleckenperioden. Als weltweit umspannendes Polarlichtereignis gilt der Muttertags-Sturm, der am Muttertagswochenende um den 10./11. Mai 2024 als extrem starker geomagnetischer Sonnensturm die Erde traf.

Mehrere hintereinander von der Sonne abgesetzte Coronale Massenauswürfe (CME's) vom 8./9. Mai trugen in sich überlagernden Sonnenwindstürmen energiegeladene Teilchen (Elektronen, Protonen, Atomkerne)  zur Erde, die rund 40 Stunden später auf das Magnetfeld der Erde trafen und entlang der Magnetfeldlinien von dem Polen bis über den Äquator den Nachthimmel aufleuchten ließen. Da ausgerechnet an diesen Abenden der Himmel in vielen Ländern der Erde wolkenlos war, konnten viele Menschen dieses Naturschauspiel beobachten >> und vor allem millionenfach in den Sozialen Medien teilen.

Credit: GFZ Potsdam (data) / DLR (editing)

Die Polarlichter

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Polarlichter über Halver - 11.05.2024

Credit: Joachim Kruse

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Polarlichter über Halver - 19.01.2026 am Nord- und Südhimmel

Credit: Joachim Kruse

Der aktuelle 25. Sonnenzyklus

70 Jahre nach dem historischen Maximum des 11.Sonnenzyklus sind wir heute im 25.Sonnenzyklus angelangt.

Mit einer Zeitspanne vom Sonnenminimum im Dezember 2019 bis zur bisherigen Maxima der Sonnenfleckenanzahl im Augst 2024, sehen wir vorrausichtlich noch bis März 2026 ein hohes Niveau der Sonnenaktivität - bestätigt durch einen maximalen Sonnensturm der S4 Klasse im Januar 2026, den viertstärksten seit Beginn der Aufzeichnungen. Weiterhin kommt es immer noch zu sehr großen Sonnenerruptionen, zuletzt am 1. Februar 2026 aus der Fleckenregion AR4366, mit einer Klasse X8.3 Erruption als 19. der TOP 50 stärksten je aufgezeichneten Erruptionen.

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Sonne 03.02.2026 - 10:30 UTC 

SDO, HMI im continuum 

Credit: NASA/SDO

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Sonne 04.02.2026 - 10:30 UTC

SDO, HMI im continuum 

Credit: NASA/SDO

Vergleich der Sonnenflecken Aktuell / Historie

3.Februar 2026  im 25. Sonnenzyklus  

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1957/58 im 19. Sonnenzyklus

Sonneneruptionen Anfang Februar 2026

Bislang hat die Sonne in den ersten vier Februartagen sechs Sonneneruptionen der X-Klasse ausgestoßen. Sonneneruptionen der X-Klasse sind die stärksten.

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Credit: Goddard Space Flight Center/SDO der NASA 

In dieser zusammengesetzten Aufnahme wurden von der NASA alle sechs X-Klasse-Eruptionen gleichzeitig auf die Sonne projiziert, um die aktiven Bereiche sichtbar zu machen. Die Bilder stammen vom Solar Dynamics Observatory (SDO), das die Sonne in verschiedenen Wellenlängenbereichen beobachtet und dabei Filter verwendet, die unterschiedliche Eigenschaften hervorheben. Eruption Nr. 6 zeigt beispielsweise einen Ausschnitt des extremen ultravioletten Lichts, der das extrem heiße Material in den Eruptionen hervorhebt und rot und blau dargestellt ist.

 

Das Magnetfeld der Sonne durchläuft etwa alle elf Jahre einen Zyklus, den sogenannten Sonnenzyklus, mit Phasen höherer und niedrigerer Aktivität. Die Sonne erreichte ihre aktivste Phase – das Sonnenmaximum – im Jahr 2024, was bedeutet, dass wir uns noch immer in einer relativ aktiven Phase des Zyklus befinden.

 

Neuigkeiten zu den jüngsten Sonneneruptionen finden Sie hier: https://science.nasa.gov/blogs/solar-cycle-25/

externe Links - Polarlichtvorhersagen🌌

SpaceWeatherLive   -   Link https://www.spaceweatherlive.com/
>> hier gibt es Warnmeldungen und Nachrichten für Sonnenaktivitäten und Polarlichtvorhersagen.
Als Desktop Anwendung  - als auch APP auf's Handy mit Alarmmeldungen    

NOAA / NWS   -   Link https://www.spaceweather.gov/
Nationales Weltraumwettervorhersagezentrum der USA. 

NOAA Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde US-Handelsministerium Link  https://www.noaa.gov/

NWS National Weather Service  -  Link  https://www.weather.gov/

externe Links - Sonnenbeobachtung ☀️

SDO Observatorium für Sonnendynamik   -   Link https://sdo.gsfc.nasa.gov/
Alle Infos zu Bilderfassung und Meßdaten der SDO Raumsonde der NASA zur Sonnenbeobachtung.

German Data Center SDO   -   Link https://www2.mps.mpg.de/projects/seismo/GDC-SDO/
Deutsches Rechenzentrum der DLR zur Auswertung der Datenmengen der SDO Sonnenphysikmission der NASA

Helioviewer   -   Link https://gs671-suske.ndc.nasa.gov/
Der Helioviewer ist ein Open-Source-Projekt der ESA und NASA um große Datenmengen an Sonnenbilddaten u.a. der Raumsonden von SOHO, SDO zu visualisieren. Es ermöglicht das Betrachten, Erstellen von Filmen und Analysieren von Sonnenaufnahmen in Echtzeit.

Helioviewer 

Oberfläche der Open Source Anwendung

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Sonne 04.02.2026 - 10:28 UTC  - Sonnenfleckenregion AR 4366. Dieser Sunspot ist äußertst aktiv und hat in den ersten Februartagen ein wahres Feuerwerk an Sonneneruptionen der M und X Klasse hervorgebracht - siehe am 1.Februar - eine Klasse X8.3 Erruption

Credit: NASA/SDO

Extrem-Ultraviolettes-Licht sichtbar machen 

EUV-Licht (Extremes Ultraviolett, ca. 10–120 Nanometer) wird in der Astronomie sichtbar gemacht, indem die unsichtbare, hochenergetische Strahlung mithilfe spezieller Weltraumteleskope eingefangen und in sichtbare Bilder umgewandelt wird. Da EUV-Strahlung von der Erdatmosphäre absorbiert wird, können diese Beobachtungen nur im Weltraum (z. B. Solar Orbiter, SOHO, SDO) durchgeführt werden. 

Die Funktion eines Extrem-Ultraviolett-Bildgebers (EUI) in den Sonnenteleskopen der Raumsonden wird im MPS Max Planck Institut for Solar System Research erklärt:  Link zum MPS 

Übersicht der Technischen Verfahren, wie EUV sichtbar gemacht wird:

  • Multilayer-Spiegel (Vielschichtspiegel): Da EUV-Licht von normalen Glasspiegeln absorbiert wird, verwenden EUV-Teleskope spezielle Spiegel, die mit extrem dünnen Schichten aus Materialien wie Molybdän und Silizium beschichtet sind. Diese Spiegel reflektieren gezielt nur bestimmte EUV-Wellenlängen.

  • Spezielle Filter: Um das extrem schwache EUV-Licht von der 1 Milliarde Mal helleren sichtbaren Sonne zu trennen, werden dünne Metallfolien (z. B. aus Aluminium) als Filter genutzt. Diese lassen EUV passieren, blockieren aber sichtbares Licht.

  • Back-Illuminated CCD-Sensoren: Als Detektoren dienen hochempfindliche CCD- oder sCMOS-Kameras, die speziell für die Erkennung von EUV-Photonen ausgelegt sind. Diese Chips sind "rückseitenbeleuchtet" (back-illuminated) und speziell gedünnt, um die Energie der Photonen in Elektronen umzuwandeln.

  • Falschfarbendarstellung: Die aufgenommenen Daten sind Graustufenbilder, die die Intensität der Strahlung zeigen. Um Strukturen wie Sonnenkorona oder heiße Sterne für das menschliche Auge interpretierbar zu machen, werden diese Bilder nachträglich in Falschfarben (z. B. Gold für 17,1 nm, Blau für 30,4 nm) eingefärbt. 

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